Knietotalendoprothese (KTEP)

Verschleißbedingt oder nach Verletzungen kann die Funktionsfähigkeit des Kniegelenks so stark beeinträchtigt sein, dass ein erheblicher Verlust an Lebensqualität damit einhergeht. Der Ersatz des Kniegelenkes durch eine Kniegelenksprothese kann in solchen Fällen wieder zu einer dauerhaften schmerzfreien Beweglichkeit im Kniegelenk führen.

Die häufigste Ursache für eine starke Funktionseinschränkung des Kniegelenkes ist die sogenannte Gonarthrose, also der Verschleiß der Gelenkflächen im Knie. Diese Gelenkflächen werden beim Einsatz einer Knieprothese ersetzt, dabei handelt es sich um eine Totalendoprothese, die sowohl den Gelenkanteil am Oberschenkel als auch den am Unterschenkel ersetzt.

Um den Einsatz einer Knieprothese exakt planen zu können, werden neben der orthopädischen Untersuchung die Befunde bildgebender Verfahren, immer Röntgen, manchmal eine Kernspinaufnahme oder eine Computertomographie, herangezogen. Je nach Zustand des Bandapparates im Gelenk wird dann ein entsprechender Prothesentyp ausgewählt. Bei starker Schädigung des Bandapparates kommen Prothesen zum Einsatz, bei denen die Prothese neben dem Ersatz der Gelenkflächen auch Funktionen des Bandapparates übernimmt, die Rückseite der Kniescheibe braucht allerdings nur in seltenen Fällen ersetzt zu werden. Als Werkstoffe für die Gelenkprothesen kommt eine Kobalt-Chrom-Gußlegierung, oder eine Titanlegierung zum Einsatz. Die Kniegelenkprothese wird mit Knochenzement eingesetzt, da so die beste Haltbarkeit erreicht wird. Als Knochenzement bezeichnen wir schnell aushärtende Kunststoffe, die für eine Verbindung zwischen dem Implantat und dem Knochen sorgen.

In vielen Fällen setzen wir das sogenannte "NexGen" Implantat ein. Unser Spezialist für Endoprothetik, Prof. Dr. med. Achim König, nennt für den Einsatz des NexGen Knieoberflächenersatzes folgende Gründe. Das sehr gut durchdachte und konstruierte Implantat erzielte im ärztlich geleiteten schwedischen Knieprothesennationalregister mit 60.000 untersuchten Patienten die besten Ergebnisse. In einer englischen Patientenbewertung durch 22.000 Operierte schnitt der NexGen Knieoberflächenersatz ebenfalls am besten ab.

Sehen Sie sich gerne die Ergebnisse des schwedischen Knieprothesennationalregister (PDF, in englischer Sprache) und die Ergebnisse der englischen Patientenbewertung (PDF, in englischer Sprache) an.

Das Einsetzten des künstlichen Kniegelenks kann in Vollnarkose oder einer Teilnarkose durchgeführt werden. Ihr Narkosearzt wird ihnen beide Verfahren genau erläutern, gemeinsam mit ihm treffen Sie dann ihre Entscheidung. Beim Einsatz der Prothese wird der erkrankte Gelenkknorpel und das erkrankte Knochenmaterial abgetragen und die beiden Gelenkflächen eingesetzt. Schon am ersten Tag nach der Operation wird das Kniegelenk mit Hilfe einer motorbetriebenen Bewegungsschiene durchbewegt. Ab dem zweiten Tag nach der OP beginnt die physiotherapeutische Nachbehandlung. Die Patienten erlernen unter Aufsicht ihres Physiotherapeuten das Gehen an Unterarmgehstützen, bis zum Zeitpunkt der Entlassung ca. 7 – 10 Tage nach der Operation ist in der Regel das selbstständige Treppensteigen an den Gehstützen wieder möglich.

An den Klinikaufenthalt schließt sich eine ambulante oder stationäre Rehabilitation für dem Zeitraum von drei bis vier Wochen an.

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